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Naturraumkonzept Bernhardstal

Das Naturraumkonzept dient der Erhöhung der Sicherheit für Mensch und Vieh sowie der weiteren Gewährleistung des Naturerlebens bei gleichzeitigem Schutz der Natur im Bernhardstal.

Ausgangssituation: Beim Bernhardstal handelt es sich um eine Lech-begleitende Schlucht von hohem ökologischem Wert (Natura 2000). Es ist ein Habitat für seltene Vogelarten. Aufgrund der Steilheit der Hänge und des geologischen Untergrundes ist dieses Gebiet ständig in Bewegung. Die Wegerschließung auf der orografisch rechten Seite erfolgte in den 1950er Jahren unter großem Einsatz und Gefahren. Der Weg schneidet einen extrem steilen Hang an. Bei Starkregenereignissen kommt es immer wieder zu kleineren Erosionserscheinungen. Dieser Weg verbindet Elbigenalp mit der Zargenalpe, auf der in den Sommermonaten rund 100 Stück Jungvieh weiden. Bei größeren Schäden am Weg kommt das Vieh nicht mehr ins Tal. Über das Bernhardstal führt auch der stark begangene Geierwally-Rundweg. Dieser führt ausgehend von Elbigenalp über die Gibler Alm ins Bernhardstal und auf der orografisch linken Seite über das Kasermandl zurück in den Ort. Der Wegabschnitt auf der orografisch linken Seite führt teils über geologisch instabile Abschnitte. Er wird aufgrund von Steinschlag/Hangrutschungen immer wieder zerstört. Experten raten dazu, auf diesen Abschnitten den Weg aufzugeben. Aufgrund der besonderen ökologischen und geologischen Verhältnisse und Gefährdungspotenziale sowie der gleichzeitig starken touristischen und landwirtschaftlichen Bedeutung des Bernhardstales soll nun ein Naturraumkonzept erstellt werden.
 
Maßnahmen: Das Projekt umfasst die Überarbeitung bzw. Neukonzeption der Wegeführung am „Kopfwald“ unter Verbin¬dung der bestehenden Forstwege sowie für die Anbindung des Berggasthauses „Kasermandl“ inkl. Ausarbeitung von Standortvorschlägen für eine Aussichtsplattform und/oder für eine oder zwei Brücken unter besonderer Berücksichtigung der naturkundlichen und geologischen Verhältnisse bis hin zur Erstellung von Einreichunterlagen für ein Behördenverfahren. Hierfür bedarf es zudem geologischer (Kartierung und Gutachten) und ökologischer Untersuchungen (Ornithologie: rationalisierte Revierkartierung/Untersuchungen für nachtaktive Vogelarten; Zoologie: spezifische Erhebungen zu den geschützten Arten gem. Anlagen 5 und 6 des TNSchV 2006 und Erstellung eines Operates  für die naturschutzrechtliche Beurteilung im Sinne einer Naturverträglichkeitsprüfung; Vegetations-/Lebensraumkartierung mit Plandarstellungen und Bericht; Beurteilung und Bewertung des Landschaftsbildes; ökologisch- landschaftspflegerische Begleitplanung). Weitere Projektaktivitäten betreffen die Koordination und Abstimmung der einzelnen Fachplaner sowie die Abstimmung mit Behörden.
 
Projektträger: TVB Lechtal zusammen mit der Gemeinde Elbigenalp
 
Gesamtkosten: € 36.000 brutto
 
Fördersatz:  Der Standardfördersatz für Studien, Konzepte und Planungsmaßnahmen ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Bezug für den Projektträger liegt bei 65%. Durch die Mitfinanzierung und inhaltliche Mitarbeit der Gemeinde Elbigenalp kann ein Kooperationsbonus von 10% gewährt werden. Der Gesamtfördersatz liegt somit bei 75%.
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