Sektionen
Sie sind hier: Startseite .:. Förderungen .:. Projekte .:. IWB Projekte .:. Miteinander

Miteinander

Das Projekt zielt auf das Erreichen eines konstruktiven Zusammenlebens von Einheimischen und Menschen mit Flucht-/Migrationshintergrund und auf eine bestmögliche Integration letztgenannter Personen in den Arbeitsmarkt bzw. in die Aufnahmegesellschaft. Zentrale Voraussetzungen hierfür sind die entsprechenden Sprachkompetenzen und Beschäftigungsfähigkeiten der Zugewanderten, ein klares Bekenntnis zum demokratischen Rechtsstaat und zur Achtung der Menschenrechte, die Fähigkeit der gesellschaftlichen Strukturen (z.B. Verwaltung, Bildungs- und Gesundheitssystem), mit der teilweise neuen Vielfalt professionell umzugehen sowie die Bereitschaft der ansässigen Bevölkerung, die neu Zugewanderten als Teil der Gesellschaft anzuerkennen.

Ausgangslage:

Die Integration von Menschen mit Flucht-/Migrationshintergrund in Gesellschaft und Arbeitsmarkt stellt alle Beteiligten, die Betroffenen selbst, die einheimische Bevölkerung und auch die staatlichen Institutionen, vor große Herausforderungen. Asylwerber erfahren zunächst eine Betreuung durch die TSD GmbH. Im Außerfern sind dies aktuell 178. Mit gültigem Asylbescheid oder einem anderen Bleiberecht fallen diese Menschen aus dieser TSD-Betreuung heraus. Als weitere Integrationsunterstützung ist in der Sozialabteilung der BH Reutte eine Koordinationsstelle für den Tiroler Integrationskompass (Bezirks-Integrationskoordinatorin BIK) installiert. Anerkannte Flüchtlinge bzw. subsidiär Schutzberechtige benötigen auf ihrem Integrationsweg jedoch eine Begleitung vor Ort (wo sie leben, arbeiten,…), die weder von der TSD noch von der BIK geboten werden kann. Darüber hinaus haben auch Menschen mit Migrationshintergrund, die seit Jahren in Tirol leben, teilweise nach wie vor erheblichen Integrationsbedarf. Daher haben bereits Innsbruck, Hall, Telfs, Schwaz, Wörgl, Kufstein, Imst und Steinach am Brenner kommunale Integrations-beauftragte installiert. Jenbach folgt im Herbst 2018. Seit zwei Jahren wird auch im Bezirk Reutte intensiv über eine derartige Integrationsunterstützung diskutiert. Nach den ersten Erfahrungen in der Marktgemeinde Reutte verständigte man sich darauf, eine solche Stelle für den gesamten Bezirk einzurichten.

 

Maßnahmen:

Am Projektbeginn stehen eine klare Schnittstellendefinition sowie der Aufbau von Kooperationen mit anderen relevanten Einrichtungen. Das Projekt beinhaltet die Unterstützung der kommunalen Strukturen bei ihren Bemühungen zur Integration MIT Zugewanderten. Dazu gehören Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation zwischen der einheimischen Bevölkerung und Personen mit Flucht-/Migrationshintergrund sowie zur Verbesserung ihrer Sprachkompetenzen und beruflichen Fertigkeiten und Fähigkeiten. Darüber hinaus werden Personen, die aus der TSD-Betreuung fallen, bei der Bewältigung ihres Alltags unterstützt. Im Rahmen des Projekts sind auch Impulse für eine Optimierung von Strukturen und Rahmenbedingungen für eine bessere Integration zu setzen und Projekte in diesem Sinn in Angriff zu nehmen. Wesentlich ist eine intensive Zusammenarbeit mit den Kommunen sowie mit anderen SystempartnerInnen im Bereich der Integration (AMS, Schulen, Krankenhaus und ÄrztInnen, Vereine,…). Im Fokus steht das Schaffen von Rahmenbedingungen, damit Zugewanderte ihr Leben in der neuen Heimat selbstständig und eigenverantwortlich gestalten können. Die Projektmaßnahmen werden nach dem ersten Jahr und mit Projektabschluss evaluiert.

 

Projektträger:

Verein Regionalentwicklung Außerfern

Förderprogramm: Förderprogramm: IWB (Investion in Wachstum und Beschäftigung) im Rahmen von CLLD LEADER

Gesamtkosten: € 42.000

Fördersatz: 80 %

Artikelaktionen