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Schutzgebiet Wasenmöser

In Zusammenhang mit diesen Torfstichen, aber auch für Weidezwecke wurden Entwässerungsversuche unternommen. In den Randgebieten führten diese zu mäßigen, meist aber nur vorübergehenden Erfolgen. Die Nutzung dieser Gebiete als Mäh- bzw. Streuwiesen dauert bis heute an.

Lage und Größe

Der geschützte Landschaftsteil liegt im Nordosten des Ortes Heiterwang am Abfluss des Heiterwanger Sees (Tirol, Bezirk Reutte, Zwischentoren). Östlich werden die Wasenmöser vom sogenannten Katzenbach abgegrenzt. Die westliche Grenze bildet ein Spazierweg.

Das Gebiet umfasst eine Fläche von 10,31 ha.

Landschaftsbild

Die Wasenmöser liegen auf flachem Grund umgeben von einer wunderschönen Bergkulisse. Im gesamten Bereich finden sich jedoch Spuren der Torfstecherei, die den schmalen Grundstücken entsprechend verschieden stark ausgeprägt sind. Die Randbereiche weisen eine traditionelle ländliche Struktur auf. Ein Weg führt orographisch links des Abflusses des Heiterwanger Sees entlang des Moores. Aufgestellte Lehrtafeln vermitteln Informatives rund um das Moor.

Charakteristische Lebensräume

Die Wasenmöser gehören zu den letzten Enklaven der speziellen Hoch-Zwischen- und Niedermoorvegetation, die auf Grund der außerordentlichen Verhältnisse an diesen Standorten reich an seltenen und geschützten Pflanzen ist.

Das Moor selbst ist in seinem zentralen Teil noch ein typisches aufgewölbtes Hochmoor, das durch Regenwasser gespeist wird. In den randlichen Bereichen treten niedermoorartige Verhältnisse auf, die durch Nutzung bedingt sind.

Besonderheiten der Flora und Fauna

Das zentrale Hochmoor  weist die dafür typische Artenkombination auf. Diese an saures Substrat gebundene Gesellschaft ist hier im Kalkgebiet eine inselartige Enklave und von großer Seltenheit.

Floristische Besonderheiten sind etwa fleischfressende Sonnentauarten (Drosera sp.), Torfmoose (Sphagnum sp.) oder die als aufrecht wachsend erscheinende Legföhre, die sogenannte Spirke (Pinus uncinata).

Eine Seltenheit der Tierwelt ist in den Wasenmösern beheimatet: der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), welcher in Tirol ausschließlich im Geschützten Landschaftsteil und im Ehrwalder Becken nachgewiesen wurde. Bei genauer Betrachtung der Wasserflächen im Hochmoor kann der aufmerksame Beobachter auch die schön gefärbte Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus) entdecken.

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