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29.09.2017 Bauer unser: Weckruf und Appell der heimischen Landwirtschaft

REA und Bauernkammer laden am 2.10. zu einem Zukunftsforum mit Vorführung der Doku „Bauer unser“. Am 3.10. folgt ein Herbstmarkt der Direktvermarkter im Untermarkt.

29.09.2017 Bauer unser: Weckruf und Appell der heimischen Landwirtschaft

Bauhofchef Thomas Kappeller und sein Team stellen eigene Marktstände mit dem neuen „Reutte“-Logo zur Verfügung (Foto MG Reutte).

Der 3. Oktober kann kommen. Erstmals findet in Reutte ein großer Herbstmarkt für Tiroler Kulinarik, Kunsthandwerk und Design statt. Rund 50 Stände machen den Untermarkt von 10.00 bis 17.00 Uhr zu einem Schaufenster heimischer Spezialitäten. War es in Punkto bäuerliche Herbstfeste bislang sehr ruhig im Außerfern, so geben die Direktvermarkter nun ein deutliches Lebenszeichen von sich. Die Produktpalette reicht von Käse, Fleisch- und Wurstwaren sowie Kräuterprodukten bis zu Edelbränden und Honig. Kartoffeln und Obst kommen aus dem Oberland. Tiroler Mode und Schmuck sowie Kunsthandwerk aus Stein, Glas und Holz runden das Angebot ab. Der Bauhof der Marktgemeinde Reutte stellt für diesen Markt neben Verkaufshütten auch eigene Stände mit dem neuen „Reutte“-Logo zur Verfügung. Der Reuttener Herbstmarkt ist Teil der Initiative „Bergherbst“. Dahinter steckt eine für das Außerfern neuartige Kooperation von TVB Naturparkregion Reutte, Marktgemeinde Reutte, Bezirkslandwirtschaftskammer und Regionalentwicklung Außerfern (REA). Im Rahmen des Bergherbstes laden der Verein REA, die Bezirkslandwirtschaftskammer Reutte und das Kulturforum Breitenwang die interessierte Öffentlichkeit bereits am 2. Oktober um 20.00 Uhr zur Vorführung des bekannten österreichischen Dokumentarfilms „Bauer unser“ ins VZ Breitenwang. Dieser Film zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt, wie es in Österreichs Bauernhöfen zugeht. Über viele Jahrzehnte herrschte auch bei uns die Devise „Wachsen oder Weichen“. Aufgrund betriebswirtschaftlicher Zwänge sperren mehr und mehr Höfe ihre Stalltüren für immer zu. Für die verbleibenden Betriebe heißt es oft intensivieren und spezialisieren. Viele verschulden sich und begeben sich in die Abhängigkeit von Banken und Agrochemie. Selbstbestimmte Bauern sind auch in Österreich selten geworden. Die Palette der im Film vorgestellten Geschichten reicht vom Bio-Bauern bis zum konventionellen Agraringenieur. So vielfältig die Bauern, so einhellig der Tenor: So wird es nicht weitergehen. Was heißt das nun für die Außerferner Landwirtschaft? In der Einführung zum Film beziehen heimische Bauern Stellung. Die Sicht der Außerferner Milchbauern vertritt  Andrea Friedle aus Häselgehr. Für die Schafzüchter spricht Christian Angerer aus Breitenwang. Thomas Storf aus Reutte bringt die Sicht der Biobetriebe und Fleischproduzenten ein. Der Eintritt ist frei. Bereits am Vormittag gibt es eine eigene Filmvorführung für Schulklassen. Bei der Initiative Bergherbst handelt es sich um ein LEADER-Projekt. Es wird unterstützt von Land, Bund und Europäischer Union.

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