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04.01.2017 REA zieht Bilanz: € 8 Mio. an Förderungen für das Außerfern

Die Schiverbindung Lech-Warth und der Lechweg sorgen für positives Investitionsklima in der Naturparkregion. 600.000 Euro fließen für neue Spiele- und Boulderhalle nach Tannheim.

04.01.2017 REA zieht Bilanz: € 8 Mio. an Förderungen für das Außerfern

Kleine Unternehmen wie die Konditorei von Susanne Matzner profitieren vom regionalwirtschaftlichen Programm für die Naturparkregion Lechtal-Reutte (Foto REA)

PFLACH. Die Regionalentwicklung Außerfern (REA) blickt erneut auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Die neuen Förderprogramme sind seit rund eineinhalb Jahren in Kraft. In dieser Zeit gingen an die 80 Projektanträge über die REA-Schreibtische. Diese summieren sich zu einer Gesamtinvestitionssumme von € 25,9 Mio. Davon entfallen rund € 8 Mio. auf bewilligte bzw. teilweise bereits ausgezahlte Förderungen von Land, Bund und/oder EU. Diese Anträge sind oft das Ergebnis monatelanger Projektentwicklungen wie etwa bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Hier stehen vier große Projekte im Bereich Tourismusentwicklung mit einem Gesamtvolumen von € 5,26 Mio. zu Buche. Die entsprechenden Förderungen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung belaufen sich auf 75%. Diese Projekte zielen auf die Entwicklung grenzüberschreitender MTB-Angebote, eines Höhenweitwanderwegs „Grenzgänger“ in den Allgäuer Alpen sowie von gesundheitstouristischen Angeboten in der Lechweg-Region. Hinzu kommt eine Intensivierung der Zusammenarbeit in der Zugspitz-Arena Bayern-Tirol. Im Fokus stehen hier eine grenzüberschreitende Gästekarte, der gemeinsame Vertrieb in Überseemärkten, Marketing für eine autofreie Anreise sowie gemeinsame Rad- und Trailrunning-Angebote. Die Euregio Via Salina, ein Zusammenschluss von Außerfern, Allgäu und Kleinwalsertal, feiert 2017 ihr 20-jähriges Bestehen. „Dank der Euregio konnten wir sehr enge Beziehung zu unseren Nachbarn aufbauen. In der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit steckt für unsere Region noch viel Potenzial“, hält REA-Obmann Alois Oberer fest. Der Schwerpunkt der bisherigen LEADER-Projekte lag bei Bildungsmaßnahmen im Gesundheitsbereich sowie bei der touristischen Infrastruktur. Als größtes Projekt ist hier die Spiele- und Boulderhalle in Tannheim zu nennen. Allein für dieses Projekt fließen rund € 600.000 ins Hochtal. Bei der Mehrheit der Investitionsfälle handelt es sich um Wirtschaftsförderungen über das regionalwirtschaftliche Programm für die Naturparkregion Lechtal-Reutte. Über dieses 10-jährige Programm stehen jährlich € 700.000 an Landesmitteln zur Verfügung. Angezapft werden aber auch die Tiroler Kleinunternehmerförderung und die Wachstumsoffensive für Kleinstbetriebe. Bei allen Maßnahmen der Wirtschaftsförderung stimmt sich REA intensiv mit der Wirtschaftskammer, dem Land Tirol sowie den Banken und Steuerberatern ab, sodass die Unternehmen im Außerfern von einem optimalen Beratungspaket profitieren. Nach intensiven Jahren der Schaffung und Verbesserung der touristischen Infrastruktur ziehen nun die Betriebe nach. Allein die gewerblichen Beherbergungsbetriebe investieren € 9,6 Mio. in qualitätsverbessernde Maßnahmen bzw. in neue hochwertige Gästebetten. Bei den Privatzimmervermietern beläuft sich die Investitionssumme auf € 830.000. Voraussetzung für eine Förderung ist das Erreichen von mindestens drei Sternen im gewerblichen Bereich bzw. drei Edelweiß bei den Privatzimmervermietern. Nicht nur der Beherbergungssektor profitiert von den Förderungen. Auch kleine Gewerbebetriebe wie die neue Konditorei von Susanne Matzner in Lechaschau erhielten eine Unterstützung. Im Vordergrund stehen hier die Gründung bzw. Weiterentwicklung von Betrieben. Reine Ersatzinvestitionen werden nicht gefördert.

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