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19.12.2016 EU-Förderungen für die weitere grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Lechweg-Wanderer sollen zukünftig verstärkt mit der Bahn anreisen.

19.12.2016 EU-Förderungen für die weitere grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Der regionale Lenkungsausschuss West bewilligte grenzüberschreitende Projekte (v.l.): Bgm. Alois Oberer (REA), Kerstin Duchardt (Euregio Via Salina), Bgm. Werner Frießer (Seefelder Plateau), LR Anton Klotz (Regio Allgäu), LR Anton Speer (Regio Zugspitzreg

REUTTE. Kürzlich trafen sich die Mitglieder des regionalen Lenkungsausschuss West des Interreg-Programms Bayern-Österreich zu ihrer dritten Sitzung in der BH Reutte.
Dieses Gremium entscheidet über EU-Förderungen für kleine grenzüberschreitende Projekte mit einem Kostenvolumen von maximal € 25.000. Ihm gehören die Landräte der Landkreise Oberallgäu, Anton Klotz, und Garmisch-Partenkirchen, Anton Speer, REA-Obmann Bgm. Alois Oberer für den Bezirk Reutte, der Seefelder Bgm. Werner Frießer für das Seefelder Plateau und Bgm. Andreas Haid für das Kleinwalsertal an. Es verbindet die beiden Euregios Via Salina und Zugspitze-Wetterstein-Karwendel. Unter den bewilligten Projekten sind auch zwei mit Außerferner Beteiligung. Das erste steht in direktem Zusammenhang mit der Fernpassstrategie. Es zielt darauf ab, die Lechweg-Wanderer verstärkt zur Anreise mit der Bahn zu bewegen. Projektträger ist der grenzüberschreitende Verein Werbegemeinschaft Lech-Wege. „Derzeit reisen nur 5% der Tirol-Gäste mit der Bahn an. Der Lechweg ist ein Urlaubsprodukt, bei dem man kein eigenes Auto benötigt. Die Bahnanreise ist über St. Anton, Reutte oder Füssen möglich. Zwischen Lech am Arlberg und Füssen gibt es gute Busverbindungen. Eine längerfristige Kampagne für nachhaltige Mobilität mit dem Lechweg einzuleiten, macht absolut Sinn“, erläutert REA-Obmann Alois Oberer. „Eine touristische Positionierung als Naturparkregion wird scheitern, wenn wir im Verkehr ersticken“, ergänzt Oberer. Das Projekt umfasst ein intensives Coaching der Beherbergungsbetriebe hinsichtlich der Bahnanreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nur wenn sich die Gastgeber gut mit Fahrplänen und Tarifen auskennen, können sie die potenziellen Gäste entsprechend beraten. Neben diesem Coaching beinhaltet das Projekt auch umfangreiche internationale Pressearbeit in Zusammenarbeit mit der Tirol Werbung, der ÖBB und der Deutschen Bahn. Das zweite Projekt beschäftigt sich mit den Themen Landschaft, Architektur und Raumplanung. Wie Gästebefragungen immer wieder bestätigen, zählen Landschaft und Natur zu den wichtigsten Motiven für einen Tirol-Urlaub. Beim Umgang mit Landschaft fehlt es allerdings oft an der nötigen Sensibilität. Wie man Gewerbegebiete landschaftsverträglich gestaltet, sieht man beispielsweise im Bregenzer Wald. Das Projekt beinhaltet eine Befragung von Gästen und Einheimischen zur Wahrnehmung von Landschaft und Architektur, einen Vergleich von Planungsinstrumenten in Bayern und Tirol sowie die Entwicklung eines Handlungsleitfadens für Gemeinden, Behörden und Ortsplaner. Projektpartner sind die Allgäu GmbH und der Verein Reutte gestalten. Weitere Projekte betreffen die Entwicklung neuer Lernformen in den Waldorfschulen Innsbruck, Rosenheim und Prien, die Durchführung von Philosophiefestivals für Jugendliche im Oberallgäu und Kleinwalsertal sowie die Erarbeitung eines Moorentwicklungskonzepts im grenzüberschreitenden Naturpark Nagelfluhkette. Diese fünf Projekte haben ein Gesamtvolumen von € 123.575, davon entfallen € 92.681 auf Interreg-Förderungen. Die nächste Sitzung des regionalen Lenkungsausschusses West ist am 30.05.2017. Einreichschluss für grenzüberschreitende Kleinprojekte ist der 05.04.2017. Über die Möglichkeiten des Interreg-Förderprogramms informiert die Regionalentwicklung Außerfern (REA) unter der Tel.Nr. 05672 62387 oder via E-Mail (rea@allesausserfern.at).

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